Fotosafari Tieflandregenwald

1. Helmbasilisk (Basiliscus basiliscus); Bis 90cm große Echsen, die in Flussgebieten oft zahlreich zu beobachten sind. Die Jungtiere können aufrecht rennend über die Wasseroberfläche laufen.


2. Schwarzohr-Papagei (Pionus menstruus); Die Vögel fressen auch giftige Samen, durch die Aufnahme von Mineralerde können sie die schädlichen Inhaltsstoffe ihrer Nahrung neutralisieren.


3. Gelbwangenamazone (Amazona autumnalis); Spektakulär sind die großen Schwärme dieser Vögel, wenn sie in der Abenddämmerung laut krächzend zu ihren Schlafquartieren fliegen. Die Vögel werden sehr oft als Haustiere gehalten.


4. Feuerschnabel Arassari (Pteroglossus frantzii); Die Art hat nur ein kleines Verbreitungsgebiet. Saimiri Wildlife freut sich besonders darüber das auf unserem Schutzgebiet in Volante ein Pärchen dieser Art brütet.


5. Rothschilds Baumstachler (Coendou rothschildi); Die guten Kletterer verstecken sich tagsüber im dichten Gewirr von Lianen. Der Schwanz dient als zusätzliches Greiforgan. Die Tiere fressen Früchte und Blätter, ihre Lebensweise ist bisher nur wenig erforscht.


6. Blattmimese einer Heuschrecke; Viele Insekten sind durch ihre Färbung und Körperform hervorragend getarnt. Werden sie dennoch entdeckt überraschen sie mit  leuchtenden Warnfarben und einem vorgetäuschten Kopf mit weit aufgerissenem Maul mit großen Zähnen (folgendes Bild, selbes Tier).


7. Für Sekunden präsentiert diese Heuschrecke ihre Warnfärbung, nutzt die Schrecksekunde des Angreifers um davon zu fliegen, mitten im Flug die Flügel zu schließen und wie ein welkes Blatt zu Boden zu fallen.


8. Blattkäfer (Chrysomelidae); Hunderttausende Käferarten leben im Regenwald von Panama, nur  ein kleiner Teil ist bisher beschrieben. Die metallisch glänzende Färbung lässt den Käfer wie einen Wassertropfen in der Sonne glitzern, auch eine Form der Tarnung.


9. Bischofstangare (Thraupis episcopus); Ein häufiger Vogel, der auch gerne Gärten besucht und Früchte frisst.


10. Boa (Boa constrictor); Große Würgeschlange mit kräftigem Gebiss. Zähne können in Bisswunden abbrechen und Entzündungen verursachen. Lebend gebärend, meist nachtaktiv, sowohl am Boden, als auch in der Vegetation aufsteigend. Frisst alles was sie überwältigen kann. In Hungerphasen können Teile des Verdauungssystems reduziert werden um Energie einzusparen.



11. Lanzenotter (Bothrops asper); Eine der häufigsten Giftschlangen. Fehlt nur im höheren Gebirge. Viele Beißunfälle gehen auf diese Art zurück.


12. Gefleckte Palmenlanzenotter (Bothriechis supraciliaris); Obwohl es sich nur um eine eher kleine Schlange handelt, können Bisse lebensgefährlich sein. Die träge wirkenden Tiere sind jedoch nicht aggressiv, Unfälle daher sehr selten.


13. Spinnenorchidee (Brassia caudata);


14. Mantel Brüllaffe (Alouatta palliata); Die morgendlichen Rufe dienen der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Trupps, Reviere werden abgesteckt und Besitzansprüche angemeldet. Auf unserem Schutzgebiet in Volante können die Tiere regelmäßig beobachtet werden.


15. Haubenkautz (Lophostrix cristata); Wie fast alle Eulen ist auch der Haubenkautz eher selten zu beobachten. Die Tiere benötigen ausgedehnte natürliche Wälder, bevorzugt in Hanglage. Die Tiere fressen überwiegend Insekten.


16. Lachfalke (Herpetotheres cachinnans); Schlangenjäger, der vor allem in der Abenddämmerung mit lauten Rufen auf sich aufmerksam macht.


17. (Tabebuia guayacan); Baumblüte in der Trockenzeit. Die Tieflandregenwälder der pazifischen Seite Panamas werden von einer deutlichen Trockenzeit zwischen Dezember und März geprägt. Manche Bäume werfen zu dieser Zeit ihr Laub ab und beginnen zu blühen.


18. Hoffmanns Zweizehenfaultier (Choloepus hoffmanni); Alles funktioniert bei diesen Tieren etwas langsamer, dafür aber gründlich: Für die Verdauung ihrer Blätterkost brauchen die Tiere bis zu einem Monat. Die relativ nährstoffarme Kost wird in einem hoch spezialisierten Verdauungstrakt optimal aufgeschlossen. Mit ihren scharfen Krallen können sich die guten Schwimmer notfalls verteidigen und tiefe Wunden hinterlassen.


19. Fruchtstand einer kleinen Palme im Unterwuchs des Waldes. Viele Früchte die am Waldboden reifen haben einen ähnlichen, tiefblauen Farbton. Im Dämmerlicht kann diese Farbe offenbar gut gesehen werden.


20. Südopossum oder Manicou (Didelphis marsupialis); Alles fressendes, sehr gut kletterndes Beuteltier. Am Tage verstecken sich die Einzelgänger in Erdhöhlen. Jungtiere wiegen bei der Geburt knapp 1 Gramm, 70 Tagen später verlassen sie den Beutel mit über 1 kg Gewicht.

21. Brownea coccinea (Fabaceae, Cesalpinoideae); Blüte einer Liane.


22. Grüne Baumsteigerkröte (Bufo coniferus); Erklettern die Vegetation, fressen fast ausschließlich Ameisen.


23. Harpyie (Harpia harpyja); Mit bis zu 2m Spannweite der größte Greifvogel, der riesige Waldgebiete nach Affen und Faultieren, aber auch anderen Baum bewohnenden Säugetieren absucht. Durch Lebensraumverlust gefährdet.


24. Heliconia-Schmetterlinge (Gattung Heliconius cf. ismenius clarescens); Raupen fressen an Passiflora (Maracuja), die langlebigen Falter besuchen Blüten von Kürbisarten.


25. Nymphe einer Heuschrecke;


26. Kaiman (Caiman crocodilus); Selbst in kleinsten Gewässern und auf überschwemmten Viehweiden können die nachtaktiven Tiere beobachtet werden. Jungtiere rufen das Muttertier mit lauten, an das Quietschen einer Gummiente erinnernden Rufen herbei, wenn sie sich bedroht fühlen. Bestände stark abnehmend, Tiere werden wegen ihres Fleisches gejagt.


27. Weißrüssel-Nasenbär oder Koati (Nasua narica); Tagaktiv, lebt in Gruppen mit bis zu 60 Individuen. Fressen verschiedene Pflanzenteile, aber auch Kleintiere. Durchkämmen größere Waldgebiete nach Nahrung, sind aber auch in Kulturland mit Waldinseln zu finden.


28. Stahl-Amazilie (Amazilia saucerrottei); Kolibris fliegen stets am Limit. Ihr Kreislaufsystem verbrennt Energie in so großer Geschwindigkeit, dass sie nachts verhungern müssten, wenn sie nicht die Möglichkeit hätten ihren Stoffwechsel und ihre Körpertemperatur zu drosseln.


29. Blattheuschrecke (Ensifera);


30. Grüner Leguan (Iguana iguana); Ernähren sich vegetarisch, sehr gute Kletterer. An Flussufern oft in Anzahl in den Bäumen, lassen sich bei Gefahr aus großer Höhe ins Wasser fallen, sehr gute Schwimmer. Besonders die Jungtiere sind intensiv gefärbt. Wird häufig mit Steinschleudern gejagt und gegessen. Wird bis zu 2m lang, verteidigt sich mit peitschenartigen Schwanzschlägen.



31. Grüner Leguan (Iguana iguana); Weibchen graben bis zu 2m lange Nestkammern, sie legen zwischen 20-60 Eier.


32. (Scaphyglottis bidentata); Blüten einer epiphytischen Orchidee.


33. Paca (früher Agouti paca jetzt Cuniculus paca); Nachtaktives großes Nagetier, meist in gewässernähe, schwimmt und taucht gut. Monogame Paare ziehen meist ein einzelnes Jungtier auf. Gräbt ausgedehnte Höhlensysteme die über Generationen benutzt und erweitert werden können.


34. Margay (Leopardus wiedii); Ähneln dem bekannteren Ozelot. Hervorragende Kletterer, die einen großen Teil ihres Lebens schlafend oder jagend in den Baumkronen verbringen. Tagesverstecke befinden sich oft auf Palmen oder im dichten Gewirr von Lianen. Nur wenig größer als eine Hauskatze, aber deutlich kräftiger gebaut und sehr wehrhaft. Immer wieder werden Muttertiere erschossen um Jungtiere für den Handel zu erhalten. Spätestens mit Erreichen der Geschlechtsreife nach ca. 1 Jahr ist die (verbotene) Haltung fast lebensgefährlich. Schwere Bisswunden und Gesichtsverletzungen durch die Krallen sind dokumentiert. Ein Wildtier für die Freiheit und ein guter Grund Saimiri Wildlife zu unterstützen!


35. Finschsittich (Aratinga finschi); In großen Sozialverbänden lebende Art, die von der Waldzerstörung profitiert. In offenen Landschaften sind die Tiere häufiger, als in geschlossenen Wäldern.


36. Rotstirnamazone (Amazona autumnalis); Tiere mit enger Paarbindung. Selbst in größeren Schwärmen bleiben die Paare zusammen. Ernähren sich von Palmfrüchten, nehmen aber auch viele andere relativ harte Samen auf.


37. Passionsblume/Maracuja (Passiflora nitida); Liane mit großen Blüten und wohlschmeckenden Früchten. Wie viele andere Pflanzen des Regenwaldes wird auch die Passionsblume gerne von Ameisen aufgesucht und verteidigt. Die Pflanzen sondern an den Blattstielen Nektar ab, der Ameisen als Nahrung dient. Um ihre Nahrungsressource zu erhalten entfernen die Ameisen Raupen und andere Blattfresser von den Pflanzen.


38. (Eleutherodactylus cf. bransfordii)


39. Raupe eines Eulenfalters (Noctuidae); Die Raupe befindet sich in Abwehrstellung, sie wurde gerade von einer Raupenfliege angegriffen, die versuchte ein Ei auf ihrem Körper abzulegen. Vor dem ersten Beinpaar ist eine Wehrdrüse erkennbar, aus der eine unangenehm riechende Substanz abgesondert wurde. Larven von Raupenfliegen leben als Parasitoide im Körper eines Wirtstieres und führen zu dessen Tod.


40. Malachit (Siproeta stelenes); Ruhige Flieger, die in den frühen Morgenstunden gerne ausgedehnte Sonnenbäder nehmen.

41. Arosa Baum (Tabebuia rosea, Bignoniaceae); Viele Bäume des Tieflandregenwaldes werfen vor der Blüte ihre Blätter ab. In den kahlen Zweigen entfalten die Blüten eine besonders große Lockwirkung auf Bestäuber.


42. Mittelamerikanischer Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii); Die kleinen Trupps des Totenkopfaffen sind fast immer in Bewegung. Über die Äste rennend und springend durchwandern sie ihr Revier auf der Suche nach Insekten und Früchten. Einzeltiere legen eine nur wenige Augenblicke dauernde Rast ein, immer darauf bedacht nicht den Anschluss an die Gruppe zu verlieren.


43. (Leptodeira annulata); Eine harmlose, kleine Schlange die in der Laubstreu lebt.


44. Esthemopsis cf. colaxes (Riodinidae); Viele Schmetterlinge saugen an feuchten Bodenstellen, um im Wasser gelöste Mineralien aufzunehmen.


45. Buntkehlsaltator (Saltator maximus); Fruchtfresser der auch in Gärten beobachtet werden kann.


46. Türkisnaschvogel (Cyanerpes cyaneus); Die Vögel ernähren sich von Nektar und Früchten. Jungvögel werden mit Insekten gefüttert. Die leuchtende Färbung funktioniert im dichten Wald mit seinen harten Lichtreflexen und tiefen Schatten als Tarnung. Im Bildhintergrund ist das grün gefiederte Weibchen zu erkennen.


47. Rindenskorpion mit Beute (Centruroides margaritatus); Eine harmlose Art, die oft in Palmen zu finden ist.


48. Rotkappenspecht (Melanerpes rubricapillus); Die Vögel sind in vielen Landschaften anzutreffen und gehören meist zu den häufigsten Spechten. Neben Insekten, die in Todholz gesucht werden, fressen Rotkappenspechte auch Früchte.


49. Radnetzspinne (Argiope cf. argentata); Spinnen sind eine begehrte, proteinreiche Beute vieler Vögel. Die kräftigen und sehr derben Ausbuchtungen des Hinterleibs machen es vielen Vögel jedoch schwer diese Spinne zu fressen.


50. Tapir (Tapirus bairdii); Die Körperform des größten Landsäugers in Mittelamerika ist darauf ausgelegt sich durch dichte Vegetation hindurch zu zwängen. Die einzeln lebenden Tiere wandern oft auf selbst erzeugten Pfaden über weite Distanzen. Die Tiere sind sehr gute Schwimmer. Sie weiden bevorzugt junge Blätter und Ufervegetation ab. Durch Bejagung und Lebensraumzerstörung extrem selten.

51. Tapir (Tapirus bairdii); Tapire legen in ihrem Revier ein Wegenetz an. Neben Futterplätzen finden sich auch Schlammsuhlen entlang dieser Pfade. Der Schlamm trocknet am Körper und platzt ab, wobei Zecken und Milben von der Haut abgelöst werden. Ausgewachsene Tapire haben keine natürlichen Feinde, Jungtiere können aber nicht immer gegen Puma und Jaguar verteidigt werden.


52. Jaguar (Panthera onca); Die größte Katze Amerikas bevorzugt dichten Regenwald als Lebensraum. Reviere einzelner Tiere können bis zu 150km2 umfassen. Das Beutespektrum ist sehr groß, soweit ausreichend vorhanden werden aber Hirsche, Pekaris, Pakas, Gürteltiere und Agutis bevorzugt erbeutet. In Panama ist die Individuenzahl sehr gering, außerhalb der Nationalparks fallen die Tiere illegaler Wilderei vor allem durch Rinderfarmer zum Opfer. Für Menschen stellen die scheuen Katzen keine Gefahr dar.


53. Mittelamerikanischer Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii); Totenkopfaffen verständigen sich mit angenehm zwitschernden Lauten, die an Vogelstimmen erinnern. Bei Gefahr werden Warnlaute ausgestoßen. Totenkopfaffen werden von  größeren Greifvögeln, Wildkatzen und Schlangen erbeutet. Jungtiere werden aber auch von Opossums, Tayras und Nasenbären sowie gelegentlich von anderen Affenarten gefressen.


54. Mittelamerikanischer Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii); Totenkopfaffen sind fast immer hungrig. Je nach Güte des Lebensraumes werden bis zu dreiviertel der Tageszeit für die Nahrungssuche genutzt. Erbeutet werden Raupen und Heuschrecken, Spinnen und Käfer sowie kleine Reptilien, Amphibien, Fledermäuse und Jungvögel. Ergänzend werden Früchte, Blüten und Nektar, Blätter und Schösslinge sowie Rinde gefressen.


55. Weite Bereiche des Tieflandregenwalds werden zur Regenzeit überschwemmt. Manche Waldgebiete stehen monatelang bis zu 7m hoch unter Wasser. Viele Baumarten lassen ihre Früchte einfach ins Wasser fallen und von der Strömung verbreiten. Ideale Bedingungen für Fische, die in den Hochwassergebieten reichlich Nahrung finden. Einige Fischarten sind Fruchtfresser und tragen die Samen auch flussaufwärts.


56. Tillandsie an einer Liane. Tillandsienblätter sind auf der Oberseite mit Saugschuppen ausgestattet die Wasser und Mineralien aufnehmen. Wurzeln dienen nur der Verankerung der Pflanze an einer Unterlage. Daher können Tillandsien auch auf Stromleitungen gedeihen.


57. Vanille (Vanilla pompona); Die unreifen Samenkapseln dieser lianenartig wachsenden Orchidee werden fermentiert. Dabei werden die zuvor grünen Kapseln schwarz und entwickeln ihr typisches Aroma. Echte Vanille ist ein teures Gewürz, vielfach wird es durch künstliches Vanillearoma ersetzt. Das unvergleichliche Aroma echter Vanille erreicht dieses jedoch nicht.


58. Wespennest von Apoica pallens; Eine der wenigen nachtaktiven Wespenarten. In der späten Dämmerung schwärmen die Tiere explosionsartig aus um Insekten zu erbeuten, welche an die Brut verfüttert werden. Tagsüber bedecken die Wespen die in den Waben heranwachsende Brut mit ihren Körpern und schützen sie so vor Feinden, insbesondere Parasitoiden.


59. Sobralia liliastrum; Eine terrestrischen Orchidee, die auf natürlich waldfreien felsigen Untergründen wächst. Die Pflanzen werden über 1 m hoch, ihre Wuchsform erinnert etwas an Gräser.


60. Swainson-/Braunrückentukan (Ramphastos swainsonii); Die großen Vögel machen mit krächzenden Rufen auf sich aufmerksam. Meist kann man mehrere Vögel zusammen im oberen Kronendach dabei beobachten, wie sie Früchte fressen. Zudem jagen Tukane gerne kleine Eidechsen und andere Tiere. Jungvögel werden u.a. mit Vogelspinnen gefüttert, die vom Waldboden aufgenommen werden.

61. Schlüpfende Singzikade (Cicadidae); Larven der Singzikaden entwickeln sich im Erdboden, dabei kann die Larvalzeit bei einigen Arten bis zu 17 Jahre dauern, meist reichen für die Entwicklung jedoch 2-5 Jahre aus. Ausgewachsene Larven verlassen den Boden und häuten sich zum Vollinsekt. Die konstanten, schrillen Rufe der männlichen Tiere sind extrem laut.


62. Baum mit Stelzwurzeln; In den Überschwemmungszonen der Regenwaldflüsse findet man viele Bäume mit Stelzwurzeln. Die Wurzeln erhöhen die Standfestigkeit der Bäume auf weichem, schlammigem Untergrund.


63. Würgfeigen (Ficus spec.); Samen der Würgfeige werden im Vogelmagen verbreitet. In einem Kothäufchen auf einem Ast starten sie ihren Lebenszyklus. Zunächst wird eine Wurzel ausgebildet, die den Trägerbaum anzapft. Danach wachsen weitere Wurzel zu Erdboden und verankern den Baum. Mit der Zeit wird der Trägerbaum von Wurzeln erdrückt. Später können auch Nachbarbäume erobert werden, Würgfeigen erstrecken sich oft über große Flächen.


64. Mittelamerikanischer Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii); Lange war umstritten, ob es sich bei den in Mittelamerika vorkommenden Totenkopfaffen überhaupt um eine eigene Art handelt. Viele Wissenschaftler sahen in den Mittelamerikanern lediglich eine Unterart der in Südamerika vorkommenden Tiere. Genetische Untersuchungen zeigten jedoch, dass sich die Mittelamerikaner bereits vor ca. 260 Tausend bis 4 Millionen Jahren von ihrer Verwandtschaft trennten.


65. Mittelamerikanischer Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii); Der Lebensraum dieser Art ist auf kleine Flächen von Costa Rica und Panama begrenzt. Möglicherweise haben andere Affenarten mit ähnlichen Lebensraumansprüchen den Rotrücken Totenkopfaffen aus anderen Bereichen verdrängen können. Innerhalb des heutigen Verbreitungsgebietes leben die Tiere jedoch mit anderen Affenarten zusammen.


66. Mittelamerikanischer Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii); Saimiris sind ausgesprochene Gruppentiere, die sofern noch vorhanden, in Trupps mit bis zu 70 Individuen leben. Außerhalb der Fortpflanzungszeit bestehen keinerlei hierarchische Differenzierungen innerhalb der Gruppen. Weibliche Tiere ohne Nachwuchs beteiligen sich an der Aufzucht der Jungtiere und tragen diese auch über längere Distanzen. Saimiris begleiten gelegentlich Trupps des deutlich größeren Weißgesicht Kapuzineraffen. Dies ermöglicht es den Tieren weniger Zeit auf die Gefahrenerkennung zu verwenden.


67. Bodenerosion; Regenwald schützt den Boden mit seinem Blätterdach vor den heftigen Niederschlägen und verhindert mit seinem Wurzelwerk, dass die Erde weggespült wird. Fehlt der Wald, wird der Oberboden abgeschwemmt. Zurück bleibt eine allen Erosionskräften ausgelieferte verwüstete Landschaft. Natürliche Regeneration ist dann kaum noch möglich.


68. Regenfront; Auch in der Trockenzeit kommt es zu ergiebigen Regenschauern die bis zu 50 Liter Wasser pro Quadratmeter bringen. Die Gewitterzellen sind in der Trockenzeit jedoch sehr lokal begrenzt.


69. Pfauenspinner-Raupen (Automeris metzli-Gruppe, Saturniidae); Gesellig lebende, sehr wehrhafte und große Raupen. Die Tiere bewegen sich in langen Prozessionen. Dadurch verschwindet die Abgrenzung zwischen den einzelnen Individuen, was Feinden den Zugriff erschwert.


70. Zikade; Die weißen Fäden bestehen aus feinsten Wachspartikeln, die sich bei Berührung in feinen Staub auflösen. Irritierend für einen Angreifer, verschafft dieser Effekt der Zikade Zeit zur Flucht.


71. Encyclia cordigera; Eine epiphytische Orchidee, die in ihren Pseudobulben genug Wasser und Energie speichert, um mitten in der Trockenzeit blühen zu können. Ihr Vorteil dabei ist, dass ihre Blüten nicht von den Blättern des Trägerbaumes verdeckt werden.

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